Donnerstag, 6. Januar 2005
Gefunden per bluephod auf wortwerkstatt.at und hier gespiegelt weil ich das Original-Design schwer lesbar fand. ;-) Das kommt mir irgendwie bekannt vor, nicht zuletzt, weil es mir (im Ansatz) genau so neulich erst erging. Dazu passt ?brigens perfekt noch eine etwas ?ltere Story zum Thema " If Architects Had To Work Like Web Designers".
- Je nach Kundenbed?rfnis das richtige CMS w?hlen
- Das Design in Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickeln
- Design im gew?hlten System in HTML und CSS umsetzen
- fertige Webseite im Mozilla bewundern
- Zur Sicherheit (x)html und css validieren lassen
- ?ber validierte Seiten freuen
[Damit sollte der erste Schritt eigentlich abgeschlossen sein? aber dann...]
- Das ganze im IE betrachten
- bitterlich weinen
- Den n?chsten Tag (oder die n?chsten Tage) fluchend damit
verbringen, die Macken des IE zu umgehen, ohne die Validit?t des Codes
zu untergraben
- Sich freuen, wenn man endlich alle Klippen erfolgreich umschifft hat
- Sich freuen, weil im Mozilla alles wie gehabt aussieht, und weil das ganze noch immer validiert
[na also? dann k?nnen wir ja langsam public gehen...]
- Irrt?mlich den Opera aufrufen
- Mit ungl?ubigem Entsetzen feststellen, dass Opera neuerdings auf einen Teil der IE-Tricks hereinf?llt
- ernsthaft ?ber einen Berufswechsel nachdenken
- Den n?chsten Tag (oder die n?chsten Tage) fluchend damit
verbringen, die Macken von Opera zu umgehen, ohne die IE-Fixes zu
beeintr?chtigen und ohne die Validit?t des Codes zu untergraben - Stolz den entstandenen Code betrachten, der mittlerweile aus
beinahe soviel Kommentaren wie Anweisungen besteht, damit man das Ding
bei Bedarf in einem Jahr noch selbst versteht ( <!-- muss so komliziert
sein, weil sonst im IE? --> <!-- Reihenfolge muss erhalten bleiben! --> <!--
speziell f?r Opera 7.5, weil ... --> ...)
- Online stellen und den Kunden informieren
- Anruf vom Kunden erhalten: ?Du, das sieht ja ganz toll aus...?
[Pause] ?...nur unser Mac-Guru sagt, der Abstand vom Men? ist im Safari
um 2 Pixel zu breit.? - Zwischen zusammengebissenen Z?hnen murmeln ?Ich schei? auf zwei Pixel im Safari!?
- Auf vorsichtige Nachfrage des Kunden sagen: ?Ich sagte, ich werd mir das noch anschauen!?
- Sich das anschauen und beschlie?en, auf die zwei Pixel wirklich zu schei?en
- Einen Termin vereinbaren, um den Kunden ins neue System einzuweisen (das eigentlich selbsterkl?rend sein sollte)
- Statt der vereinbarten 2 Stunden einen ganzen Nachmittag damit
verbringen, das System zu erkl?ren ("Und was passiert, wenn ich auf
?l?schen? klicke?? - ?Was ist eigentlich der Unterschied zwischen
?online stellen? und ?offline speichern??? - ?Warum muss ich wissen, wo
das Bild ist, das ich raufladen will?")
- Rechnung schreiben
- Anruf vom Kunden erhalten: ?Du von der Rechnung geht aber
schon noch ein bissel was, oder? Der Sohn von der Sekret?rin sagt, er
macht sowas um die H?lfte - mit Hintergrundmusik und bewegten Bildern!? - Gegen den ersten Impuls das Telefon nicht auflegen, sondern
in fundierten Worten erkl?ren, warum die Umsetzung in einem
kundenbedienbaren CMS teurer ist als das hinwerfen von ein paar
statischen Seiten, und warum Midigedudel und animierte .gifs keine
wirklich gute Idee sind
- 4 Wochen vergeblich auf den Zahlungseingang warten
- Den Kunden anrufen und ihn h?flich darauf hinweisen, dass es
wohl seiner Aufmerksamkeit entgangen ist, dass diese Rechnung noch
immer offen ist - Gestammelt erkl?rt bekommen, dass der Kunde jetzt jemand
gefunden hat, der um das gleiche Geld eine gaaanz tolle Shockwave-Seite
produziert - Sich ?berlegen, ob man mit Rechnung und Vertrag zum
Rechtsanwalt geht, oder ob einem die alte Freundschaft doch wichtiger
ist.
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